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MATERIALIEN | Prävention

Prävention

Die Sensibilisierung für die Diskriminierungsform Antiziganismus ist eine Notwendigkeit in einer demokratischen Gesellschaft und wird durch pädagogische Angebote unterschiedlicher Akteure fociert. In Heidelberg bestehen zwei Angebote: Die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention und das Dokumentationszentrum Deuscher Sinti und Roma, das ebenfalls ein pädagogisches Angebot macht. Sie fungieren als Ansprechpartner*in für Schulen und pädagogische Einrichtungen sowie pädagogische Fachkräfte. Ergänzend zu den Heidelberger Angeboten wird das Konzept der Bildungsberater*in in Hamburg vorgestellt. Sie verfolgen einen anderen Ansatz. Die Bildungsberater*in wollen im Sinne des Empowerment Schüler*innen der Minderheit stärken. Ausführliche Informationen zu allen drei Angeboten finden sie im Folgenden. Abschließend nehmen der Regisseur Kenan Emini und die Wissenschaftlerin Radmila Mladenova Stellung zur Thematisierung der Sinti und Roma im Unterricht.

Arbeitsstelle Antiziganismusprävention

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Ehemalige Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. Bettina Degner

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Wissenschaftliche Leitung seit April 2022:

Prof. Dr. Melanie Kuhn

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Akademische Mitarbeiterin:

Nadine Küßner

Die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention hat das Ziel, Erscheinungsformen des Antiziganismus und deren Tradierungen durch Stereotype, Vorurteile und Ressentiments im Bildungsbereich nachhaltig entgegenzuwirken und pädagogische Fachkräfte zu sensibilisieren. Sie wurde am 1. März 2019 eingerichtet. Neben der (Weiter)-Entwicklung von Materialien und der Vermittlung von Ansprechpartner*innen werden Multiplikator*innenworkshops und Seminarinhalte gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen gestaltet. Die Arbeitsstelle fungiert als Netzwerk für Institutionen, die sich pädagogisch mit  Antiziganismus auseinandersetzen möchten und dient gleichzeitig  als Ansprechpartner*in für Personen und Institutionen, die z.B. Workshops,  Evaluationen und Beratungen nachfragen wollen. Mittelfristig sollen durch die Arbeitsstelle pädagogische Präventionsstrukturen in der Region etabliert werden. Entscheidend hierfür sind die bereits bestehenden Kooperationen mit den Organisationen der Minderheit. Die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention ging aus dem Teilprojekt Antiziganismusprävention im Rahmen des Projekts TRANSFER TOGETHER der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hervor. Dieses startete im Januar 2018 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

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Kontaktdaten

Arbeitsstelle

Antiziganismusprävention:

Bergheimer Straße 104

69115 Heidelberg

Gebäudenummer: 5010

 

Ansprechpartnerin:

Nadine Küßner

Tel.: +49 6221 477-337

Email: kuessner(at)ph-heidelberg.de

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Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

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Sitz des Zentralrats und des Dokumentationszentrums
Deutscher Sinti und  Roma in Heidelberg. Print
© Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und  Roma

Pädagogisches Angebot

 

Das Dokumentations- und Kulturzentrum bietet eine breite Palette an pädagogischen Angeboten: Die Mitarbeiter*innen vermitteln die Geschichte der Minderheit und sensibilisieren für die Diskriminierungsform Antiziganismus. Ein Schwerpunkt bildet das Aufzeigen der Auswirkungen der Diskriminierung auf die Angehörigen der Minderheit im Alltag. Zur Auseinandersetzung mit diesen Inhalten werden eigene pädagogische Materialien konzipiert. Seit 2018 steht das Webportal "'Rassendiagnose: Zigeuner' - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung"  online. Bildungsangebote wie Führungen durch die Dauerausstellung, Studientage und Exkursionen zu NS-Gedenkstätten wenden sich an Jugendliche und Erwachsene. Das Dokumentationszentrum Deuscher Sinti und Roma pflegt Kooperationen mit regionalen Schulen als Teil des pädagogischen Konzepts.

Pädagogisches Angebot

Projekte

Das Dokumentations- und Kulturzentrum wendet sich im Projekt „Mitgemacht statt zugeschaut“ an Roma und Sinti, die sich aktiv an der Arbeit des Dokumentations- und Kulturzentrums beteiligen möchten.

 

Mitgemacht statt zugeschaut

Das Projekt „Bildungsakademie“ soll den Angehörigen der Minderheit die Chancen zu einer erfolgreichen  Bildungsteilnahme erhöhen und damit die gleichberechtigte Teilhabe der Sinti und Roma in Staat und Gesellschaft voranbringen.

 

Bildungsakademie​

Kontakt Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Bremeneckgasse 2

69117 Heidelberg

 

Ansprechpartner:

Andreas Pflock

Tel: 06221-981102

E-Mail: andreas.pflock[at]sintiundroma.de

Hamburger Bildungsberater*innen

 

Die Hamburger Bildungsberater*innen greifen die Problematik der
Bildungsbenachteilung der Roma und Sinti auf. Sie unterstützen im Sinne von Empowerment Kinder und Jugendliche aus der Minderheit in ihren Schulen. Dzoni Sichelschmidt stellt seine Arbeit als Bildungsberater vor. Er ist selbst Roma und im Zuge der Jugoslawienkriege nach Deutschland gekommen.

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Dzoni Sichelschmidt stellt seine Arbeit vor

Warum ist die Unterstützung durch Bildungsberater*innen so bedeutend?

Wie kann die Betrachtung von Filmen im Unterricht zum Abbau von Stereotypen und Vorurteilen beitragen?

 

Laut Radmila Mladenova sind Filme Kunstproduktionen, die von den Regisseur*innnen hergestellt würden. Schüler*innen sollen befähigt werden, dieses Konstrukt „lesen“ zu können. Dies setzt voraus, dass die Lehrperson sich im Vorfeld mit dem Thema Antiziganismus und dem zu zeigenden Film  genau auseinandergesetzt hat.

Das Thema Sinti und Roma in der Schule

 

Emini sieht die Institution Schule als Ort, über Minderheiten und ihre Verfolgungsgeschichten zu informieren und zu sprechen. In diesem Dialog muss auf Antiziganismus und andere Formen der Diskriminierung eingegangen werden, um zukünftige Generationen dafür zu  sensibilisieren.

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