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MATERIALIEN | Forschungsstelle Antiziganismus

Forschungsstelle Antiziganismus

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Die Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg beschäftigt sich mit grundlegenden Studien zu Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Mechanismen der Vorurteilsbildung und Praktiken der Diskriminierung werden kritisch betrachtet und in einen historischen Kontext gesetzt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden im Kontext der Rassismus-, Stereotypen-, Gewalt- und Inklusionsforschung beleuchtet.

 

Im Folgenden finden Sie mehrere Videos. Zunächst stellt die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle, Daniela Gress, die Forschungsstelle vor. Anschließend analysiert die Gastwissenschaftlerin Radmila Mladenova Darstellungsweisen und Inszenierungen der Minderheit in Spielfilmen. Dann thematisiert der wissenschaftliche Geschäftsführer der Forschungsstelle, Dr. Frank Reuter, antiziganistische Stereotype in Bildern.

 

Forschungsstelle Antiziganismus der Uni Heidelberg

Büro: Hauptstraße 216

Tel.: 06221/54-37700

E-Mail: Frank.Reuter@zegk.uni-heidelberg.de

Forschungsstelle Antiziganismus

Daniela Gress

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Daniela Gress stellt die Forschungsstelle, ihren Aufgabenbereich sowie Kooperationspartner vor.

Wie werden Sinti und Roma in Filmen dargestellt?

In diesem Video kritisiert Radmila Mladenova einem Dokumentarfilm, der antiziganistische Motive enthält.

Radmila Mladenova Gastwissenschaftlerin an der Forschungsstelle Antiziganismus

Inwieweit wird die Individualität der Minderheitsangehörigen berücksichtigt?

Am Beispiel des Films „Papusza“ zeigt Frau Mladenova, wie die Darstellung einer historisch belegten Person aus der Minderheit im Film verzerrt wird und welche Mittel für die unterschwellige Kontrastierung zur Mehrheitsgesellschaft im Film angewandt werden.

Inwiefern wird die „Zigeunerfigur“ als Projektionsfläche negativer Zuschreibungen verwendet?

Radmila Mladenova beschreibt hier das Konstrukt des „Zigeuners“ als Negativfolie der Mehrheitsgesellschaft. Ambivalente Darstellungsformen werden im internationalen Vergleich beschrieben.

Dr. Frank Reuter

Dr. Frank Reuter beschäftigt sich mit einem Bild aus der Fibel "Hosemanns Bilder ABC" aus dem Jahr 1828, wie man sie in der Grundschule zum Lesen und Schreiben verwendete.

Frank Reuter analysiert und interpretiert die Bildbestandteile sowie dessen Gesamtkonzept. Bei dem Buchstaben „Z“ ist eine „Zigeunerin“ abgebildet. Dabei wird klar, dass hier ein negativ konnotiertes Bild schon im Grundschulalter subtil vermittelt wurde.

ABC-Fibel

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Frank Reuter analysiert und interpretiert die Bildbestandteile sowie dessen Gesamtkonzept. Bei dem Buchstaben „Z“ ist eine „Zigeunerin“ abgebildet. Dabei wird klar, dass hier ein negativ konnotiertes Bild schon im Grundschulalter subtil vermittelt wurde.

Stillende "Zigeunerin"

Frank Reuter analysiert eine vollständig inszenierte Fotografie aus der 1930er Jahren, die gängige Stereotype enthält.

Literaturhinweise:

  • Baumann, Thomas: Antiziganismus. Soziale und historische Dimensionen von „Zigeuner“-Stereotypen. Heidelberg 2015.

  • Giere, Jacqueline (Hg.): Die gesellschaftliche Konstruktion des Zigeuners: Zur Genese eines Vorurteils. Frankfurt am Main 1996.

  • Reuter, Frank: Der Bann des Fremden. Die fotografische Konstruktion des „Zigeuners“. Göttingen 2014.

  • Peritore, Silvion & Reuter, Frank (Hg.): Inszenierung des Fremden. Fotografische Darstellung von Sinti und Roma im Kontext der historischen Bildforschung. Heidelberg 2011.

  • Wippermann, Wolfgang: Wie die Zigeuner: Antisemitismus und Antiziganismus im Vergleich. Berlin 1997.

  • Hosemann, Theodor: Hosemanns Bilder ABC. Berlin 1828.

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