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MATERIALIEN | Antiziganismus im Film

Antiziganismus im Film

Das Karlstorkino

Das Kommunale Kino im Karlstorbahnhof zeigt Filme, die neue Perspektiven auf Geschichten richten. Filmemacher*innen werden eingeladen, um über ihren Film zu sprechen. Dozierende von Universität und Pädagogischer Hochschule halten Seminare in Zusammenarbeit mit dem Karlstorkino. So auch im Seminar "Roma im Film" (2017), bei dem mehrere Spielfilme dieser Thematik im Karlstorkino gezeigt und besprochen wurden.

Zu dem Karlstorkino und den gezeigten Filmen gehört noch ein Medienforum, in dem die Möglichkeit besteht, aktiv zu arbeiten und Filme zu produzieren. Das Medienforum steht in Kooperation mit der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule als auch mit Schulen aus der Region. Dadurch wird auf neue Entwicklungen der Medienlandschaft sowie auf Medienpädagogik eingegangen und darüber geforscht.

 

Karlstorkino

Das Karlstorkino ist umgezogen. Die neue Adresse ist:

Marlene Dietrich Platz 3, 69126 Heidelberg

http://www.karlstorbahnhof.de/content/

Genre: Spielfilm

Sommerferien in Rumänien? Darauf hat die 13-jährige Nelly Klabund (Flora Li Thiemann) überhaupt keine Lust. Doch ihre Eltern sind eigensinnig. Der Flieger landet verspätet in der Walachei, und Nelly lernt den Reiseleiter Holzinger kennen. Sie erfährt von ihm, dass aus dem Urlaub ein längerfristiger Aufenthalt werden soll, da ihr Vater ein Angebot für einen Job bekommen hat. Nelly ist wütend und enttäuscht, dass ihre Eltern ihr nichts von dem Plan erzählt haben. Sie will ihren
Heimatort in Deutschland und ihre Freunde nicht verlassen. Da sie keinen anderen Ausweg sieht, läuft sie weg. Leider geradewegs in die Arme von zwei Männern, die sie entführen. In einem abgelegenen Dorf wird sie gefangen gehalten. Zwei Geschwister verhelfen ihr zum Ausbruch, eine Verfolgungsjagd mit ihren Entführern beginnt.

Filmkritik

https://www.bundesromaverband.de/stellungnahme-zum-film-nellys-abenteuer/

Antiziganistische Motive in "Nellys Abenteuer"

Radmila Mladenova war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Stigma 'Zigeuner'. Visuelle Dimensionen des Antiziganismus" an der Forschungsstelle Antiziganismus des Historischen Seminars der Karl-Ruprechts-Universität Heidelberg. Sie analysiert Stereotype und Klischees über die Minderheit durch Darstellungsweisen und Inszenierungen in Spielfilmen. Sie beleuchtet im folgenden Video antiziganistische Motive des Kinderfilms „Nellys Abenteuer“, was sie u.a. am Begriff „Freiheit“ erläutert.

Inwieweit gelingt Regisseuren die Darstellung
von Sinti und Roma im Film?

Welche Zuschreibungen der Mehrheitsgesellschaft finden sich in Filmen wieder?

Genre: Dokumentarfilm

Der Film „The Awakening“ (Das Erwachen) ist ein Dokumentarfilm von Kenan Emini. Er zeigt Momentaufnahmen über das Leben der Roma in Europa. Die politische und soziale Lage wird in dramatisch realen Szenen dargestellt. Der Film wird ständig verändert und ist eine Art "Work in Progress". Er versucht aktuellen Geschehnissen gerecht zu werden und diese widerzuspiegeln. Folgende Themen behandelt der Film:

  • Der Kampf um Abschiebungen von Roma in sogenannte sichere Herkunftsländer

  • Die Lebensrealität der abgeschobenen Personen

  • Übergriffe auf Roma u.a. durch rechtsradikale Bewegungen in Europa

Regisseur Kenan Emini stellt sich und sein Filmprojekt „The Awakening“ vor

Kenan Emini ist Regisseur und Aktivist. Er wurde in Ex-Jugoslawien geboren und wohnt seit 2000 in Deutschland. Er ist Mitbegründer des „Roma Center e. V.“ und treibende Kraft des  Filmprojekts „The Awakening“.

Ziel des Filmes

Kenan Emini schildert Schicksale von jungen Roma Kindern, die aus Deutschland abgeschoben wurden und benennt die rücksichtslose Abschiebungspraxis und die Konsequenzen für die Betroffenen. Dies gibt ihm die Motivation, diese unmenschliche Praxis an die Öffentlichkeit zu bringen.

Wie werden Roma in Medien dargestellt?

In diesem Video erzählt Kenan Emini, welchen Einfluss Medien auf den antiziganistischen Blick der Mehrheitsgesellschaft ausüben. Außerdem schildert er seine Eindrücke von einer Fernsehserie aus seiner Kindheit, die antiziganistischen Stereotypen beinhaltete. Die Serie wirkte sich auf den Umgang der Schüler*innen mit ihm aus, da sie die Namen und Begriffe aus der Serie als Schimpfwörter imitierten.

Wie entsteht ihr Film?

Hier schildert Kenan Emini, dass das Filmprojekt immer wieder mit neuen Szenen aktualisiert wird, die Kenan Emini und sein Filmteam erleben. Meist mit einer Kamera ausgestattet, erzählen sie so ihre Erlebnisse und heikle Situationen.

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